Hoffnungen ruhen auf neuartiger Speicherbatterie – Junge Kappelrodecker Firma sieht „enormes Potenzial“

„Zweite Hälfte der Energiewende“

Kappelrodeck/Achern (red). Die SmartBatt Technology GmbH mit Sitz in Kappelrodeck ist eigenen Angaben zufolge mit dem weltweit ersten hocheffizienten Batteriespeichersystem ans Netz gegangen. Die 250 Kilowattstunden (kWh) starke Großbatterie puffert Verbrauchsspitzen beim Volkswagen-Zulieferer Boryszew Kunststofftechnik Deutschland in Gardelegen (Sachsen-Anhalt) und glättet dadurch den Strombezug.
Udo Huniar (Achern), SmartBatt-Geschäftsführer und zuständig für das operative Geschäft, betont die herausragende neue Technologie. „Die Aufgabe sehen wir darin, die schwankende regenerative Energieerzeugung mit dem schwankenden Bedarf von Großkunden in Einklang zu bringen. Unsere Batteriespeicheranlage bei Boryszew Kunststofftechnik beweist eindrucksvoll, dass das möglich ist und wir das können. Wir entlasten das Stromnetz, erhöhen die Versorgungssicherheit und reduzieren nachteilige Einflüsse auf die Produktion in diesem Unternehmen.“ Der Wirkungsgrad der Gesamtanlage liege bei rund 90 Prozent, da die Speicher nicht mehr im Niederspannungsbereich von 48 Volt arbeiten, sondern zwischen 200 und 1 000 Volt. Das reduziere die Verlustenergie enorm.
Claus Wystemp (Kappelrodeck), SmartBatt-Geschäftsführer und zuständig für Finanzen, sieht ein enormes wirtschaftliches Potenzial. „Wir können damit die Stromkosten in den Unternehmen signifikant reduzieren.“ Mit der SmartBatt Technologie sei die subventionslose Einführung der Speichertechnologie als zweite Hälfte der Energiewende möglich geworden.
Die SmartBatt Technology GmbH wurde 2014 vom Diplom-Ingenieur Udo Huniar (ehemals Energiewerk Ortenau) und Kaufmann Claus Wystemp mit Sitz in Kappelrodeck gegründet. Der Startup entwickelt Einsatzbereiche für intelligente Batteriespeicher. In Kooperation mit Stadtwerken und Energieversorgern werden nach Angaben des Unternehmens Lösungen für eine nachhaltige und finanzierbare Entwicklung umweltfreundlicher Energietechnologien gefunden. Unternehmensziel sei die Reduzierung der Kosten der Energiewende für Erzeuger, Netzbetreiber und letztendlich auch für den Verbraucher.

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